Der Palouse-River ist ein kleiner Fluss, der sich von Nordwest-Idaho nach Südost-Washington zieht und endlich in den Snake River mündet.
Als sich um 1870 die ersten Weizen-Farmer entlang diesem Flüsschen ansiedelten, lebte nach örtlichen Überlieferungen im unteren Bereich des Palouse-River ein Nez Perce Indianer, der eine riesige Herde gefleckter Pferde besass. Die Weizen-Farmer benannten seine Pferde der Einfachheit halber nach dem Fluss "Palouse" oder "Palousey Horses". Bald gebrauchte man diesen Namen für alle gefleckten Pferde der Umgebung. Im Sprachgebrauch wurden die Worte "A Palousey" zusammengezogen und daraus "A Palousey" gemacht. Schliesslich gab man dem Pferd seinen heutigen Namen "Appaloosa".
Die Nez Perce Indianer in den Staaten Washington, Oregon und Idaho wurden zu besonderen Liebhabern der Appaloosa. Sie züchteten Reitpferde, die wertvoll und begehrt waren und suchten nur die besten Tiere für die Zucht aus. Historiker glauben, dass sie der einzige Indianerstamm waren, bei dem man von selektiver Zucht sprechen konnte. Sie behielten die intelligentesten und schnellsten Pferde für sich und tauschten die weniger begehrten ein.
Das Erstaunliche ist, dass niemand den Nez Perce beibrachte, wie man eine Zuchtauslese trifft. Bereits zu dieser Zeit wurden die minderwertigen Hengste gelegt, Jährlinge sondiert und die Zucht nur mit den besten Stuten und Hengsten betrieben.
Rassenstandard:
Die Standardgrösse des Appaloosas ist zwischen 1.42 m und 1.62 m. Das Gewicht beträgt zwischen 430 kg und 570 kg. Heute würde man den idealen Appaloosatyp als ausgewogenes Quadratpferd beschreiben. Der Appaloosa soll symetrisch gebaut und gut bemuskelt sein. Der Kopf soll edel sein mit gerader Nasenlinie, mittelgrossen Ohren, weit auseinanderliegenden klaren Augen. Der Kopf ist im Winkel von ungefähr 45 Grad am Hals angesetzt und besitzt viel Ganaschenfreiheit. Der Hals soll nicht zu massig sein und korrekt angesetzt, die Schultern lang, schräg und gut bemuskelt. Der Widerrist ist nicht zu hoch aber gut ausgeprägt, der Rücken relativ kurz mit schräg abfallender Kuppe, der Rumpf tief und die Unterlinie lang. Die Röhren sind kurz und stehen senkrecht die Fesseln schräg. Der Gang des Appaloosas soll ausgeglichen, weich und leichtfüssig aussehen, nicht unstet. Diese Beschreibung ist relativ allgemein gehalten, denn da diese Rasse vielseitig ist, gibt es verschiedene Typen, die sich entsprechend ihrem Verwendungszweck unterscheiden. Es leuchtet jedem ein, dass sich ein Rennpferd in einigen Punkten von einem Arbeits- (Ranch-)pferd unterscheiden muss.
Unterscheidungsmerkmale:
Obwohl Appaloosas am meisten an ihrer Fellmusterung erkannt werden, haben sie auch andere Unterscheidungsmerkmale:
A: Weiss umrandete Pupille: Das Weisse auf dem Augenapfel als Umrandung der farbigen Pupille wird häufig als Menschenauge bezeichnet, da es dem Auge einen menschlichen Ausdruck verleiht.
B: Gestreifte Hufe: Der besonders hart Huf des Appaloosas ist normalerweises vertikal schwarz und weiss gestreift.
C: Marmorierte Haut: Die teilweise gefleckte Haut ist das am meisten kennzeichnende physikalische Merkmal der Rasse. Diese Fleckung von rosa und schwarzer Haut ist immer im Genitalbereich sichtbar und kann an den Nüstern, Maul (Krötenmaul) und überall dort, wo die Haut nicht mit Fell bedeckt ist, zu sehen sein.D: Fellmuster
E: Dünnes Mähnen- und Schweifhaar: Nicht alle Appaloosas zeigen dieses Merkmal, jedoch neigen manche Blutlinien besonders dazu.F: Schattenzeichnungen: Sie treten oft bei sticherlhaarigen Appaloosas auf. An bestimmten Stellen treten die dunklen Fellhaare verstärkt auf, wie z.B. auf dem Nasenrücken, übrer den Augen, in der Gegend des Hüftknochens, hinter dem Ellenbogen und im Bereich des Knies.
Grundfarben, Fellmuster und Abzeichen:
Der Appaloosa ist bekannt für seine Farben und Fellzeichnungen. Seine Erscheinung und einzigartige Qualitäten wurden bereits in den Zeichnungen der Felsbewohner verehrt. Als besondere Auszeichnung wurden sie als Reitpferde den spanischen Eroberern, Indianern und amerikanischen Siedlern zum Geschenk gemacht. Heute wird der Appaloosa wegen seiner Farbe, Vielseitigkeit, willigem Temperament und seinen sportlichen Fähigkeiten in allen Reitsportarten eingesetzt.
Die beim ApHC gebräuchlichen fünf Unterscheidungen von Stellen der Deckmuster sind: Der Appaloosa ist bekannt für seine Farben und Fellzeichnungen. Seine Erscheinung und einzigartige Qualitäten wurden bereits in den Zeichnungen der Felsbewohner verehrt. Als besondere Auszeichnung wurden sie als Reitpferde den spanischen Eroberern, Indianern und amerikanischen Siedlern zum Geschenk gemacht. Heute wird der Appaloosa wegen seiner Farbe, Vielseitigkeit, willigem Temperament und seinen sportlichen Fähigkeiten in allen Reitsportarten eingesetzt.
- Hips (Hüften)
- Loin and Hips (Lenden und Hüften)
- Back and Hips (Rücken und Hüften) - Abzeichen existieren über einen Teil des Rückens bis zum Widerrist.
- Body and Hips (Körper und Hüften) - Abzeichen existieren von den Hüften an, einschliesslich eines Teils der Schultern und/oder des Nackens, aber nicht das ganze Pferd bedeckend.
- Entire Body (ganzer Körper) - Abzeichen bedecken den Kopf, Nacken, Schultern, Rücken, Lenden, Hüften und die oberen Beine.
Beschreibung der 13 Grundfarben:
| Bay: Diese Farbe deckt alle helleren und rötlichen Brauntöne ab, wobei Mähne, Schweif und die unteren Beinregionen schwarz sind. | |
| Dark Bay or Brown: So werden dunkel- oder schwarzbraune Pferde benannt, die um Nüstern, Augen, Schultern, Unterbauch Flanken und Beininnenseiten auf Kniehöhe hellere Stellen haben können. Mähne, Schweif und Beine sind schwarz, wobei unter die Farbe Brown auch Pferde fallen, die braune Mähnen- und Schweifhaare haben. Diese haben nur wenige helle Stellen, meist nur am Kopf. | |
| Black: Schwarze Pferde ohne irgendwelche helleren Schattierungen mit schwarzem Behang | |
| White: Die Fellfarbe ist schneeweiß mit rosa oder leicht pigmentiertem Hintergrund. Appaloosas, die eine weisse Grundfarbe mit dunklen Spots (markanten, meist kreisrunden oder ovalen Flecken) haben, werden im Sprachgebrauch Leopards genannt, im Abstammungsnachweis steht jedoch White with few Spots. Der Behang ist stets weiss ohne dunkle Strähnen, es sei denn, diese resultieren aus einem Spot nahe der Mähne. | |
| Buckskin (Falbe): Die Körperfarbe ist gelblich oder golden bei schwarzem Behang und schwarzen Beinen im unteren Bereich, ein Buckskin kann einen Aalstrich, nicht jedoch „Zebrastreifen“ an den Beinen haben. | |
| Chestnut: Auch diese Fuchsfarbe ist sehr vielfältig: Sie reicht von golden über Kupfershattierungen bis hin dunkler „Leberfarbe“. Die dunkelste Variante kann sogar kleine schwarze Schattierungen aufweisen, die helleren weiße Stichelhaare. Mähne und Schweif können entweder diesselbe Farbe wie das Fell aufweisen oder aber bis hin zu flachsfarben gehen. In seltenen Fällen kann ein sehr heller Chestnut mit flachsfarbener Mähne mit einem Palomino verwechselt werden. | |
| Dun: Wie beim Buckskin ist die Körperfarbe gelblich bis golden, kann aber auch ein dumpfer Kupferton sein. Der Dun hat stets einen Aalstrich (wo keine weißen Abzeichen sind) und kann „Zebrastreifen“ an den Beinen aufweisen. Das Mähnen- und Schweifhaar ist braun, rötlich, gelb oder eine Mischung aus allen drei Farben. | |
| Gray: Die Fellfarbe Gray ist eine Mischung aus weißen und schwarzen Haaren mit dunklem Hintergrund. Fast alle Pferde dieser Farbe werden sehr dunkel geboren und entwickeln im Laufe der Jahre - anfangs vor allem um die Augen und Ohren - mehr und mehr „Weißanteil“ im Fell. Mit jedem Jahr wächst der Weißanteil im Fell, ein älteres Pferd kann dann sogar mit einem White verwechselt werden. | |
| Grulla: Diese Farbe wird oft als rauch-, mausfarben oder taubengrau bezeichnet und resultiert nicht aus einer Mischung von dunklem und weißem Haar. Jedes einzelne Haar weist die entsprechende Färbung auf. Mähne und Schweif sowie die unteren Beinpartien sind schwarz, manchmal haben Grullas auch Zebrastreifen und/oder Aalstriche. | |
| Palomino: Die Farbe des Palominos wird oft als 22-Karat Gold beschrieben. Generell ist die Fellfarbe glänzend goldgelb, Mähne und Schweif sind immer heller als die Fellfarbe, oft sogar fast weiß. „Apfelschimmel-artige“ Flecken sind keine Appaloosa-Fleckung. | |
| Red Roan: Diese Farbe ensteht durch eine Mischung der Grundfarbe mit weißen Stichelhaaren. Im Red Roan vermischen sich somit rote - chestnut-farbene - und weiße Haare. Kopf und Beine erscheinen meist einfarbig, Mähne und Schweif korrespondieren mit der Grundfarbe, können aber auch mit weißen Haaren durchzogen sein. | |
| Blue Roan: Im Blue Roan mischen sich zur schwarzen Grundfarbe weiße Haare ins Fell, Mähne und Schweif können schwarz, aber auch grau sein. Typisch für die Appaloosa-Roans ist die stärkere Aufhellung an der Stirn und den Gesichtsknochen , meist wird ein Roan im Alter heller. | |
| Bay Roan: Im Bay Roan mischen sich zur braunen Grundfarbe weiße Haare ins Fell, Mähne und Schweif können schwarz, aber auch grau sein. Typisch für die Appaloosa-Roans ist die stärkere Aufhellung an der Stirn und den Gesichtsknochen , meist wird ein Roan im Alter heller. |

